Fatbike - Nur ein Trend?

Fatbike - Nur ein Trend?

Das Fatbike - was ist das genau?

Der Name des Fatbikes kommt vor allem von der "fetten" Reifenform. Wie man schon vermuten könnte, stammen diese Bikes ursprünglich aus den USA und werden auch hierzulande immer beliebter. Fatbikes verfügen über extrabreite Reifen in drei bis fünf Zoll, was rund 10 cm entspricht. Das Felgenmaß beträgt in den meisten Fällen 26".

Doch was kann ein Fatbike überhaupt? Grundsätzlich handelt es sich dabei um ein besonders robustes Bike: Wo andere Fahrräder und Mountainbikes schon im Matsch versinken oder feststecken, legt das Fatbike erst so richtig los. Schon in den 90er-Jahren kam ein Vorgänger des heutigen Modells auf den Markt: Spezielle Bikes mit Monsterreifen, welche unter anderem für die US-amerikanische Armee produziert wurden. So lag der große Vorteil vor allem darin, dass die Reifen selbst extremen Untergründen trotzden konnten, wie beispielsweise im Sand der Wüste.
Mit der Zeit entwickelte sich diese Bauweise weiter zu dem heute bekannten Fatbike, welches sich immer größer werdender Beliebtheit erfreut. Dennoch handelt es sich - zumindest in Deutschland - noch immer um ein Nischenprodukt, das man sich trotzdem einmal näher ansehen sollte.

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Wo lassen sich Fatbikes nutzen?

Fatbikes sind ideal, um sie auf Wegen abseits der normalen Fahrradwege zu nutzen. Ein Fatbike entfaltet seine ganze Kraft nämlich nicht auf dem Asphalt, sondern auf den ungeteerten Offroad-Strecken - ganz egal, ob Sand, ob Eis oder Matsch - mit mehr als 10 cm breiten Reifen ist all das kein Problem, das Bike findet immer seinen Halt.
Weil mittlerweile immer mehr Hersteller auch Fatbikes produzieren, nimmt die Auswahl an Modellen auf dem Markt kontinuierlich zu. Meistens benötigen Fatbikes nicht einmal eine Federung, da die Reifen so dick sind, dass sie von alleine genügend federn. Generell sind die Reifen also der wichtigste Bestandteil des Bikes. Die Felgen sind keine gewöhnlichen Modelle, sondern Spezialanfertigungen.

Das Fatbike ist in Deutschland vor allem dazu geeignet, um sich ein ganz neues, vielfältigeres Fahrvergnügen zu gönnen - genau genommen handelt es sich beim Fahren eines Fatbikes um Mountainbiken in seiner klassischsten Form bzw. seinem ursprünglichen Konzept.

Inzwischen sind jedoch auch gefederte Modelle in Carbon und Aluminium im Handel erhältlich. Prinzipiell wiegen Fatbikes allerdings deutlich mehr als andere Fahrräder oder Mountainbikes: Mit im Durchschnitt 15 bis 17 kg ist das Fatbike alles andere als ein Leichtgewicht. Dazu kommt noch, dass zusätzliches Gewicht aus der bewegten Masse sich auf den Reifen überträgt. Trotzdem sollte nicht vergessen werden: Der Fahrspaß ist mit einem Fatbike riesig, denn das Bike ist ein echtes Allroundtalente, dass man unbedingt auch einmal selbst ausprobiert haben sollte.

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Der Vergleich zwischen dem Mountainbike und dem Fatbike - wo liegen die Unterschiede?

Wer das erste Mall von einem vollgefederten Mountainbike auf ein Fatbike umsteigt, wird anfangs ein sehr ungewohntes Fahrgefühl haben - vor allem, da das Bike keine Dämpfung aufweist. Allerdings sind die Reifen nur bis zu einem Druck von rund 1 bar gefüllt und bieten damit maximale Dämpfung. Der Vorteil ist, dass das Fatbike im Gegensatz zum Mountainbike nicht in den Untergrund einsinken kann, sondern selbst schwierigste Böden einfach bewältigt. Es bietet maximalen Grip, sei es bei schnellem Tempo in der Bergabfahrt oder auch bei einem Anstieg bzw. in der Kurve. Allerdings sollte man bei Kurvenfahrten besonders achtsam sein, denn weil durch die breite Reifen mehr Fläche auf dem Boden aufliegt, gestaltet sich die Lenkung nicht so wendig wie bei einem anderen Fahrradtyp. Es ist ein bisschen mehr Kraft erforderlich, damit man den Lenker genau so bewegen kann, wie man möchte.

Mittlerweile werden auch Fatbikes mit E-Unterstützungsmotor angeboten. Interessant - wie wir finden.

Für wen eignet sich das Fatbike?

Während Fans von Fatbikes in Europa noch bis vor einigen Jahren selbst tüfteln und basteln mussten, um ein Fahrrad mit breiten Reifen zu erhalten, gibt es heute eine große Auswahl an verschiedenen Modellen auf dem Markt, zwischen denen man wählen kann. So einfach ist der Selbstbau zudem gar nicht, denn man benötigt spezielle Materialien: Damit die breiten Reifen verwendet werden können, müssen entsprechend stabile Gabeln und Fahrradrahmen zum Einsatz kommen. Besser ist es, sich ein "fertiges" Bike zu kaufen, doch auch dies ist - zumindest derzeit noch - kein günstiges Vergnügen. Im Durchschnitt sollte man bei den Kosten für ein solches Bike mit rund 2.000 Euro rechnen - nach oben hin gibt es keine Grenzen.

Fest steht, dass man Fatbikes durchaus als ernstzunehmenden Fahrradtyp ansehen kann und nicht nur als einen Trend, der nach kurzer Zeit wieder von der Bildfläche verschwindet. Weil immer mehr Hersteller die Bikes in ihr Sortiment aufnehmen, ist es umso wichtiger, einen Vergleich verschiedener Modelle durchzuführen, denn nicht jedes Bike ist gleich.

Fatbikes eignen sich grundsätzlich für alle Menschen, die Spaß am Mountainbiken haben und etwas völlig Neues ausprobieren möchten: Wem es nicht auf Höhenmeter, Leistung oder Kilometer ankommt und sich ein spaßiges Bike sucht, das auf allen Terrains problemlos fahren kann, sollte einmal selbst ein Fatbike ausprobieren. Selbst kleine Hindernisse sind damit kein Problem.

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