Mit der richtigen Technik unterwegs

Mit der richtigen Technik unterwegs

Radfahrer lassen sich nicht gerne als Techniker bezeichnen. Viel eher verstehen sie sich als Biker und Aktivsportler. Doch letztlich kommt auch das richtige Fahrradfahren nicht an den passenden Techniken vorbei, um gesund und nachhaltig diesen Sport betreiben zu können. Denn die heutigen Mountainbikes und Rennräder gleichen Fahrrädern der Superlative und die wollen gekonnt gefahren werden. Viele sprechen sogar von Fitnessbikes und das nicht ohne Grund!

Dabei beginnt es bereits mit der optimalen Sauerstoffversorgung der Muskeln beim Fahrer selbst los. Von aerob ist die Rede. Denn dieser Bereich ist zu beachten, um konstante und langfristige Leistungen zu bringen. Sind die Muskeln hingegen während des Trainings nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt, ist ein Leistungsabfall die Folge. Gesundes Fahren hingegen beruht auf einer konstanten Trainingsleistung.

Neben der Sauerstoffzufuhr ist die Energie während der Fahrt ein Thema. Fahren beispielsweise mehrere Fahrer im Team, dann gehen diese oft gemeinsam auf längere Touren. In einer Etappe fahren sie hintereinander, um vom Windschatten des Fahrers vor ihnen zu profitieren. Denn eine Fahrt im Windschatten des anderen, der mit gleicher Speed und Tempo unterwegs ist, spart einem Fahrer bis zu 30 Prozent seiner Energie. Weshalb regelmäßig ein anderer in Führung geht, so dass der Reihe nach alle von dieser Technik profitieren und lange Spaß an ihrer Etappe haben.

Wenn sie abschließend einen Sprint und ein Schnellfahren einlegen, um zu testen, wer die beste Kondition für Sprints im Team hat, dann ist dies noch einmal eine Steigerung der bisherigen sportlichen Radaktivität.

Geht es hingegen bergauf, setzt ein Fahrer oft den sogenannten Wiegetritt ein, der vor allem auch oft im Straßenrennsport gesehen wird. Dabei wird abwechselnd das gesamte Körpergewicht von einem Pedal auf das andere verlagert. Zugleich steht der Fahrer und wiegt so sein Rad hin und her und drückt den Lenker in die entgegengesetzte Richtung. Weshalb diese Technik zum Wiegetritt wurde.

Neben dem Wiegetritt spricht man bei Techniken auch von der Down Hill-Disziplin. Sie steht für den Mountainbikesport und kommt cross-alpin oder cross-country zum Einsatz. Dabei gehen die Mountainbiketouren und –rennen konstant vom Start an abwärts vom Berg in das Tal hinab. Oft werden Slaloms veranstaltet, in denen zwei Fahrer gegeneinander antreten. Für diese meist sehr schweren Abfahrten braucht es zudem eigens dafür konstruierte Räder, die diese Belastungen mitmachen. Weshalb sie meist um einige Kilo schwerer gebaut sind als vergleichbare Mountainbikes.

Mit kleinen aber zugleich stabilen Rahmen sind die Räder für Dirtbiketechniker ausgestattet. Ihre Disziplin erinnert an BMX, da sie über eigens für diese Fahrradsportart konstruierte unnatürliche Hindernisse geht. Wahre Hindernissparcours werden angelegt, um diese Techniker herauszufordern. Bei dieser Art des Bikens sind große Geschicklichkeit und Kraft gefordert. Zudem fordert sie ihren Fahrern viel an Sprungtechnik ab, wie sie hingegen bei Rennradfahrern nicht zum Einsatz kommt.

Ganz anders hingegen ist ein Cyclocross-Radfahrer gepolt. Denn sein Fahrrad wurde eigens für Querfeldeinfahrten konstruiert. Fahrer solcher Räder sind somit nicht darauf aus, lange Strecken und Etappen zu bewältigen und auf geteerten Straßen einen Sprint hinzulegen, sondern verlegen ihren Technikeinsatz in die Bewältigung von unwegigem Gelände, das sie nicht selten durch Schlamm oder hügelige Wiesen und im Winter über Schnee führt. Wie bei Cross-Mountain-Bikern werden die gesamte Muskulatur und der Rücken wesentlich stärker gefordert als im Etappen- und Ausdauerfahren, wo die Bewegungen gleichmäßiger sind. Das Cyclocross selbst erinnert stärker an ein Rennrad als ein Mountainbike, das man eher mit dieser Art des Fahrens in Verbindung bringen würde. Um das unwegige Gelände zu bewältigen ist es jedoch mit breiteren Reifen als Rennräder ausgestattet.

Für Fahrer, die nicht nur querfeldein oder über Stock und Stein fahren wollen, sondern zugleich in der Stadt sportlich aktiv in die Pedale treten wollen, die setzen auf Trekkingräder. Vor allem, wenn sie auch einmal mit Gepäck unterwegs sein und auch auf langen Strecken sie nicht zu viel Krafteinsatz zum Treten der Pedale einsetzen wollen. Deshalb sind solche Räder auch nach der Art der geplanten Belastung auszusuchen, damit Fahrer im Einsatz keine bösen Überraschungen erleben und ihre körperliche Fitness gewahrt wird. Denn nur ein Langstreckenfahren bei konstant gleichem Puls ist ein gesundes Fahren.

Insgesamt verlangen die Bikes und Räder heute ihren Fahrern wesentlich mehr ab. Aktiv Sport zu betreiben steht hierbei wesentlich stärker im Vordergrund. Denn mit dieser Art des Fahrradfahrens wird es richtig sportlich und geht es längst nicht mehr darum, ein paar Äpfel vom Wochenmarkt zu holen. Fahrräder und Bikes sind heute wahre Fitnessbikes und die wollen ihren Fahrern zeigen, wie sie sich mit der richtigen Technik schonend und zugleich langfristig fit halten können, weshalb auch heute unterschiedliche Fahrstile und Techniken zum Einsatz kommen. Die Fahrer solcher Bikes sind in der Regel körperlich fit und bleiben dies auch. Denn sie setzen auf konstanten Kraft- und Leistungseinsatz, die zu ihrer Gesundheit, Prävention für das Alter und ihrer Vitalität beitragen. Egal, in welcher Technik sie gerade ihr Rad oder Bike und sich herausfordern. Für sie gilt stets: Fitness ist gleich Bike!

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